Germania Gustavsburg schlägt sich bei Niederlage in Worfelden selbst

Die letzten drei Partien konnte unsere Germania allesamt deutlich gewinnen, doch dass unser Team mit der TSG Worfelden ein anderes Kaliber als zuletzt erwartete war bereits vor der Begegnung klar. So standen beide Mannschaften zu Beginn der Partie in der Tabelle punktgleich auf den Plätzen 4 und 5. Und anders als in den letzten Spielen kam unsere Germania in den ersten Minuten nur ganz schwer in Gang. Die Gastgeber agierten nach zielstrebiger nach vorne und kamen nach wenigen Minuten zum ersten Abschluss. Nach 8 Minuten bot sich der TSG nach einer umstrittenen Elfmeterentscheidung die große Chance zur Führung, den Strafstoß parierte Germania-Torhüter Alexander Kuhn allerdings stark. Doch wer dadurch einen Weckruf für unser Team erwartete sah sich getäuscht. Die Gastgeber gingen nach einer Fehlerkette im Abwehrverhalten unserer Germania mit der nächsten Aktion mit 1:0 in Führung (11.). Und es sollte in der Folge nicht besser werden, unsere Mannschaft wirkte zunehmend verunsichert und lud den Gegner mit teils haarsträubenden Fehlern zu weiteren Chancen ein. Zum bisherigen Spielverlauf passend fiel das 2:0 für die Gastgeber durch ein kurioses Eigentor unseres Teams (19.). Nach dem zweiten Gegentor kam unsere Germania nun langsam besser in die Partie und begann sich in der Offensive seine Chancen zu erspielen. Bis zur Halbzeit wurden jedoch eine Reihe dieser, teilweise hochkarätigen, Chancen vergeben so dass es nach 45 Minuten beim 2:0 für die Gastgeber blieb.

Auch in der zweiten Halbzeit ging die erste Torchance auf das Konto unseres Teams, den Abschluss des eingewechselten Tobias Szablikowski konnte der Torhüter der TSG allerdings abwehren (48.). Und so handelte man sich mit der nächsten unkonzentrierten Abwehrleistung den nächsten Gegentreffer ein. Nach einem Angriff über rechts und einem Pass in den Rückraum traf die TSG zum 3:0 (52.). Aufgegeben hatte man sich doch auch nach dem dritten Gegentreffer freilich noch nicht und so kam man zu weiteren Chancen vor dem Tor der Gastgeber. Eine dieser Chancen nutzte Germania-Goalgetter Arek Gora in der 71. Minute durch einem satten Schuss aus 25m zum 3:1. Doch nur einige Minuten später erhielten die Comeback-Versuche einen erheblichen Dämpfer als der Schiedsrichter den zweiten Elfmeter dieser Partie zu Gunsten der Gastgeber pfiff. Zu allem Überfluss handelte sich Germania-Spieler Tilmann Seger in dieser Szene eine unnötige gelb-rote Karte wegen Meckern ein (75.). Den Elfmeter verwandelte die TSG zur 4:1-Führung (76.). Dass man in dieser Partie nichts mehr mitnehmen würde, wurde spätestens in der 81. Minute klar, als der zweite Germania-Akteur, diesmal aufgrund einer Tätlichkeit, die rote Karte sah. So war man in den letzten Minuten den schnellen Angriffen der Gastgeber nicht mehr gewachsen und kassierte mit einem Doppelschlag noch zwei Treffer zum 6:1 (85./86.). Der zweite Treffer von Arek Gora in der Schlussminute zum 6:2 war somit nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Für unsere Germania gilt es nun in der nächsten Woche die Ereignisse dieser Partie vergessen zu machen, wenn man am Sonntag, den 10.09.2017 die Reserve von Olympia Biebesheim zu Gast an der Mainspitze hat. Anpfiff der Partie ist um 15 Uhr.

Aufstellung Germania: Kuhn – Mann, Fedorovic, Gerdemann, Seger – Hock (46. Szablikowski), Ludacka, Rauschenberger, Keller (79. Böhm) – Oeztuerk, Gora